Türkisbucht aus der Luft
Das Magazin · Ausgabe 2026

Der Osten,
im Vertrauen.

Die Ost- & Südostküste Mallorcas
East-Side-Mallorca · eine Marke der Tier-1-capital GmbH
Editorial

Der Osten ist der neue Westen

Eine Annäherung an die stillere Seite der Insel — und an eine Haltung, die im Leisen ihre Form findet.

Es gibt zwei Mallorcas. Das eine kennt jeder: der Südwesten mit seinen polierten Yachthäfen, den Adressen, die man nennt, weil andere sie nennen. Das andere beginnt dort, wo der Lärm endet. An der Ost- und Südostküste, zwischen den Calas von Santanyí, dem Fischerhafen von Porto Petro und dem langen, ungezähmten Bogen von Es Trenc, hat die Insel ihren ursprünglichen Ton bewahrt — verhalten, sonnengetrocknet, echt. East Side Mallorca steht für diese andere Lesart. Nicht lauter, sondern leiser. Nicht mehr, sondern wahrer.

Wir glauben, dass Luxus heute nicht im Sichtbaren liegt, sondern im Entzug. In der Morgenstille über einer Bucht, bevor der erste Wind aufkommt. In einer Steinmauer, die seit Generationen dasteht, und in einem Fischrestaurant, das keinen Namen für Auswärtige braucht. Erste Meereslinie heißt hier nicht Bühne, sondern Privileg der Ruhe — der Blick gehört Ihnen allein, ohne Publikum, ohne Geste. Authentizität ist für uns kein Versprechen auf einem Prospekt, sondern das, was bleibt, wenn man alles Überflüssige weglässt.

Dass der Osten der neue Westen sei, ist kein Trendwort. Es ist eine Verschiebung des Geschmacks — weg vom Effekt, hin zur Substanz. Wer einmal verstanden hat, wie sich ein Tag anfühlt, der nach niemandes Takt verläuft, kehrt nicht mehr zurück. Dieses Magazin ist eine Einladung an jene, die das diskrete Gegenstück suchen. Wir zeigen Ihnen die Orte, die wir selbst lieben, und überlassen Ihnen das Wichtigste: die Stille dazwischen.

Luxus liegt heute nicht im Sichtbaren, sondern im Entzug — in der Stille über einer Bucht, bevor der erste Wind aufkommt.

Ost- & Südostküste Mallorca02
Inhalt

Was diese Küste
zu erzählen hat.

Editorial02
Wo die Insel zur Ruhe kommt05
Die Küste auf einen Blick08
Vier Stimmungen am östlichen Rand09
Wo das Wasser noch türkis flüstert13
Höhlen, Höhenwege und das Versprechen der Stille21
Die Küste als Spielfeld27
Fairways über dem Mittelmeer32
Kulinarik — die Perlen36
Die Woche im Takt der Märkte43
Was die Insel für sich behält47
Investieren im Osten51
Über East-Side-Mallorca54
Erleben & Kontakt55
Ost- & Südostküste Mallorca03
„Luxus liegt heute nicht im Sichtbaren, sondern im Entzug — in der Stille über einer Bucht, bevor der erste Wind aufkommt.“
Warum der Osten

Wo die Insel zur Ruhe kommt

Migjorn und Llevant – die Ost- und Südostküste Mallorcas lebt von einer Zurückhaltung, die der Westen längst verloren hat.

Wer die Insel von ihrer leisesten Seite kennenlernen will, fährt nach Osten. Geografisch teilen die Mallorquiner ihre Heimat seit jeher nach dem Wind: Das Llevant nimmt den Namen vom Ostwind, das Migjorn vom Süden. Beide Landstriche bilden zusammen den Bogen von Artà und Capdepera über Manacor und Felanitx bis hinunter nach Santanyí, Campos und Ses Salines. Es ist eine Welt der kurzen Distanzen – sanfte Kalksteinhügel, die selten über fünfhundert Meter steigen, lösen sich ab mit Pinienwäldern, Mandelfeldern und einer Küste, die alle paar Kilometer eine neue Bucht in den Fels schneidet. Nichts hier drängt sich auf; die Landschaft erschließt sich dem, der langsam unterwegs ist.

Den Kontrast zum mondänen Westen spürt man schon nach wenigen Minuten. Während sich an der Tramuntana die Gipfel auf weit über tausend Meter türmen und der Berg das Bild beherrscht, atmet der Osten Weite und Horizont. Vor allem aber fehlt hier, was große Teile der Insel verändert hat: die Hochhaussilhouette. Die einstigen Fischerdörfer – Cala Figuera, Porto Petro, Portocolom – sind dem Bauboom der großen Tourismusjahrzehnte entgangen und haben ihren Maßstab bewahrt. In den Naturhäfen schaukeln noch immer die bauchigen Llaüts, die traditionellen Holzboote der Insel; an den Kais werden Netze geflickt, als wäre die Zeit eine Verabredung, an die sich niemand gebunden fühlt. Es ist ein Mallorca, das aus zwei, drei Stockwerken besteht und aus dem Salz in der Luft.

Ost- & Südostküste Mallorca05
Warum der Osten · Fortsetzung

Dazu kommt ein Klima, das den Osten zu einer eigenen kleinen Wetterzone macht. Geschützt durch die Entfernung zur Tramuntana, hält der Südosten oft seinen blauen Himmel, wenn über dem Rest der Insel die Wolken hängen. Ab dem Frühjahr klettern die Temperaturen verlässlich in milde Höhen, die Sonne steht an vielen Tagen bis zu acht Stunden über dem Land, und das Meer gibt seine Wärme bis weit in den Herbst hinein nicht preis – im Oktober lädt es vielerorts noch zum Bad. Frühling und Herbst gehören hier zu den schönsten Jahreszeiten überhaupt: blühende Mandelhaine im Februar, lange laue Abende im Oktober, dazwischen ein Sommer, der sich in den windgeschützten Calas auch dann erträglich anfühlt, wenn andernorts die Hitze steht.

Genau diese Mischung macht den Osten zu mehr als einer Sommeradresse. Wo Märkte, Restaurants und Hafenbars nicht erst zur Hochsaison öffnen, sondern das ganze Jahr über einen Takt vorgeben, entsteht jene Lebensqualität, die man nicht erkauft, sondern bewohnt. Manacor und Felanitx mit ihrem Handwerk, Santanyí mit seinem honigfarbenen Sandstein, die kleinen Häfen mit ihren Fischküchen – das Leben spielt sich hier zwölf Monate lang ab, getragen von einer Selbstverständlichkeit, die dem Trubel der Westküste fremd ist. Wer ein Zuhause auf Mallorca sucht und nicht nur ein Quartier für ein paar Wochen, findet im Osten eine Insel, die nie ganz schläft – und doch immer den Atem anhält.

Ein Mallorca, das aus zwei, drei Stockwerken besteht und aus dem Salz in der Luft.

Ost- & Südostküste Mallorca06
„Ein Mallorca, das aus zwei, drei Stockwerken besteht und aus dem Salz in der Luft.“
Orientierung

Die Küste auf einen Blick

Von Artà und Capdepera im Nordosten über Porto Colom bis zu den Salinen von Ses Salines und Es Trenc im Süden.
PalmaArtàCapdeperaCanyamelSon ServeraPorto CristoCala d'OrPorto PetroSantanyíCala FigueraFelanitxColònia de St. JordiEs TrencPorto ColomSes Salines · Son Gorem
East-Side-Projekte Orte & Strände dieser Ausgabe
Ost- & Südostküste Mallorca08
Orte der Ostküste

Vier Stimmungen am östlichen Rand der Insel

Von der stillen Wasserfläche eines alten Naturhafens bis zu den Festungsmauern über dem Llevant – ein Porträt der Orte, die den Südosten Mallorcas prägen.

Die Ost- und Südostküste Mallorcas erzählt ihre Geschichte leiser als der vielbesungene Westen. Hier reihen sich Naturhäfen, Salinen und Sandsteingassen zu einem Gefüge, das vom Meer und vom Handel der Jahrhunderte geformt wurde.

Felanitx · Naturhafen
Porto Colom
Porto Colom
Über keinen anderen Hafen der Insel breitet sich das Wasser so weit und so ruhig wie über den Naturhafen von Porto Colom – den größten Mallorcas. Schon im 13. Jahrhundert diente die Bucht der Stadt Felanitx als Tor zum Meer; von der Mole aus segelten die Weine der Region in die Welt. Heute liegen die wendigen Llaüts der Fischer Bug an Bug mit schlanken Yachten, ohne dass eines das andere verdrängt. Die niedrigen Bootshäuser entlang des Ufers tragen noch die gedeckten Farben des alten Handwerks. Am östlichen Kap wacht der Leuchtturm von 1861 über die Einfahrt – einer der wenigen, die noch ihren Dienst tun. Wer am frühen Abend am Wasser entlanggeht, versteht, warum dieser Ort sein Fischerflair nie als Kulisse, sondern als Alltag bewahrt hat.
Ost- & Südostküste Mallorca09
Orte der Ostküste · Fortsetzung
Santanyí · Markt- & Künstlerort
Santanyí
Santanyí trägt seine Farbe im Stein. Aus den honiggelben Quadern des Marès, des berühmten Santanyí-Sandsteins, sind die Häuser, Portale und Kirchen gebaut – ein Material, das von hier aus über die ganze Insel ging und etwa die Kathedrale von Palma mitprägte. In den engen Gassen des Städtchens haben sich Galerien, Ateliers und kleine Manufakturen eingerichtet; Schmuck, Mode und Handwerk stehen neben der Kunst der ortsansässigen Maler. Mittwochs und samstags füllt sich der Platz vor der Pfarrkirche Sant Andreu mit dem Wochenmarkt, der sich von den Ständen mit Obst und Gemüse bis in die hintersten Winkel zieht. Im Inneren der Kirche überrascht eine barocke Orgel aus der Werkstatt des königlichen Orgelbauers Jordi Bosch. Mandelhaine, Steinhandel und Kunst – aus dieser Mischung lebt der eigene, unaufgeregte Charakter des Ortes.
Ses Salines · Salinen & Strände
Ses Salines & Colònia de Sant Jordi
Ses Salines & Colònia de Sant Jordi
Der Name verrät das Wesen dieses Landstrichs: die Salinen, in denen bis heute Salz gewonnen wird. Jene von Colònia de Sant Jordi zählen zu den ältesten des Mittelmeers und reichen bis ins 4. Jahrhundert vor Christus zurück. Aus dem einstigen Fischerort am Wasser ist ein stiller Badeort geworden, dem die nahen Strände ihren Ruf verdanken – allen voran das legendäre Es Trenc mit fast weißem Sand und türkis schimmerndem Wasser, daneben die ruhigeren Buchten Es Dolç, Es Carbó und Ses Roquetes. Vom Sport- und Fischerhafen legen die Boote zur vorgelagerten Insel Cabrera ab, einem Nationalpark mit weitläufigem Vogelschutzgebiet, in dem Meeresschildkröten und Eidechsen leben. Hier endet die Insel – und das Festland Mallorcas öffnet sich zum offenen Meer.
Ost- & Südostküste Mallorca10
Orte der Ostküste · Fortsetzung
Llevant · Bergstädtchen
Artà & Capdepera
Im Nordosten, wo die Region Llevant ihre mittelhohen Berge auffaltet, liegen zwei Städtchen, die ihre Wehrhaftigkeit noch tragen. Artà klettert mit steilen Gassen einen Hügel hinauf, gekrönt von der Festung Almudaina und der Wallfahrtskirche Sant Salvador; 180 zypressengesäumte Stufen führen hinauf zu einem Rundblick über Land und Küste. Dienstags belebt der Wochenmarkt die Plaça del Conqueridor mit Oliven, Käse und Handwerk. Wenige Kilometer entfernt thront über Capdepera das Castell aus dem 14. Jahrhundert – auf dreieckigem Grundriss von König Jaume II. errichtet, einst Schutz vor Piratenangriffen, heute Aussichtspunkt über die Llevant-Landschaft. Bei Canyamel öffnen sich die Coves d'Artà, eine der dramatischsten Tropfsteinhöhlen der Insel, hoch über den Klippen. Stein, Höhe und weite Natur prägen diesen ursprünglichsten Winkel des Ostens.
Ost- & Südostküste Mallorca11
Strände & Buchten
„Wo das Wasser noch türkis flüstert.“
Strände & Buchten

Wo das Wasser noch türkis flüstert

Von der weiten Salinen-Karibik bis zur Felsbucht, die man sich erlaufen muss.

Die Ost- und Südostküste Mallorcas erzählt ihre schönsten Geschichten am Wasser: in kilometerlangen Sandbögen hinter Dünen und Salzgärten, in fjordartigen Felsspalten, in die das Meer sich smaragdgrün hineinschiebt, und in versteckten Calas, die man sich über Treppen und Pinienpfade erst verdienen muss.

Santanyí
Caló des Moro & Cala s'Almunia
ca. 120 Treppenstufen + Felspfad · keine Infrastruktur · sehr beliebt · Santanyí
Caló des Moro & Cala s'Almunia
Diese beiden Zwillingsbuchten sind das meistfotografierte Motiv des Südostens -- und das spürt man. Caló des Moro ist eine winzige, von steilen Felswänden gerahmte Sandzunge, in der das Meer in einem fast unwirklichen Smaragdgrün leuchtet; gleich nebenan liegt die felsigere Cala s'Almunia mit kleinen Badeplattformen und Fischerhäuschen. Der Zugang ist Teil des Reizes und der Mühe zugleich: Vom Sträßchen Carrer des Caló des Moro führt eine steile Treppe von rund 120 Stufen hinab, anschließend ein schmaler Pfad über die Felsen. Genau deshalb sollte man hier wissen, worauf man sich einlässt -- im Sommer ist die Mini-Bucht restlos überlaufen, und Parken ist im Anwohnergebiet streng reglementiert. Wer das Türkis ohne Gedränge erleben will, kommt im Frühsommer oder Herbst und zum Sonnenaufgang.
de.wikipedia.org
Ost- & Südostküste Mallorca13
Strände & Buchten · Fortsetzung
Porto Colom / Felanitx
Cala Marçal
Familienfreundlich · ruhige Lage · Restaurants & Bars · bei Porto Colom
Cala Marçal
Am Naturhafen von Porto Colom liegt mit Cala Marçal eine der schönsten und zugleich entspanntesten Buchten der Ostküste. Feiner Sand fällt flach in glasklares, ruhiges Wasser ab, das auch Familien mit Kindern Sicherheit gibt; trotz ihrer Schönheit bleibt die Bucht selbst im Hochsommer angenehm unaufgeregt. Rund um die Cala sorgt eine gewachsene Infrastruktur aus Restaurants, Strandbars und kurzen Wegen für Komfort, ohne dass der Ort seinen ursprünglichen Charakter verliert. Für uns ist sie auch deshalb besonders: Die Villa Porto Colom liegt nur wenige Minuten entfernt – Strandtag und erste Meereslinie an einem einzigen Ort.
Campos / Ses Covetes -- Ses Salines
Es Trenc
Naturpark seit 2017 · ca. 10 km Sand · 2 Zugänge, kostenpflichtige Parkplätze · Campos
Wer einmal verstehen will, warum man Mallorcas Süden mit der Karibik vergleicht, fährt nach Es Trenc: ein fast naturbelassener Sandbogen von rund zehn Kilometern, der sich von Sa Ràpita bis zur Colònia de Sant Jordi zieht. Hinter den Dünen liegen die Salzgärten der Salinas, in denen bis heute von Hand die feine Fleur de Sel geerntet wird; davor leuchtet flaches, glasklares Wasser in jenem Türkis, das auf Postkarten fast unwirklich aussieht. Da kein Hotel die Uferlinie verstellt, wirkt der Strand weit und unberührt -- im Hochsommer allerdings auch sehr belebt, denn es gibt nur zwei Zugänge (Ses Covetes und Ses Salines) und begrenzte, kostenpflichtige Parkflächen. Unser Rat: früh anreisen, am besten vor zehn Uhr, dann gehören einem die Morgenfarben fast allein. Seit 2017 steht das gesamte Areal als Naturpark Es Trenc-Salobrar de Campos unter Schutz.
en.balearsnatura.com
Ost- & Südostküste Mallorca14
Strände & Buchten · Fortsetzung
Cala Mondragó & s'Amarador, Santanyí
Parc Natural de Mondragó
Naturpark seit 1992 · Eintritt frei, Parken kostenpflichtig · Infozentrum · Santanyí
Im 1992 ausgewiesenen Naturpark Mondragó liegen mit Cala Mondragó (Ses Fonts de n'Alís) und s'Amarador zwei der harmonischsten Sandbuchten der Insel, eingebettet in Dünen, Feuchtgebiete und Pinienwald. Das Wasser ist flach, türkis und so klar, dass sich der helle Sandgrund bis weit hinaus abzeichnet -- ideal für Familien und zum Schnorcheln. Weil hier weder Hotelblöcke noch Promenaden das Bild stören, fühlt sich der Park an wie eine kleine Atempause zwischen den dichter bebauten Küstenorten. Der Eintritt in den Park ist frei, gezahlt wird nur fürs Parken an den Plätzen ses Fonts und s'Amarador; ein Infozentrum an der Zufahrt erklärt Geologie und Lebensräume. Im Hochsommer füllen sich beide Buchten zur Mittagszeit -- am schönsten ist es früh, wenn die markierten Küstenpfade noch im kühlen Schatten liegen.
en.balearsnatura.com
Manacor
Cala Varques
nur zu Fuß (ca. 40 Min. ab Cala Romántica) · keinerlei Infrastruktur · Manacor
Cala Varques gilt als eine der letzten wirklich naturbelassenen Buchten Mallorcas -- feiner Sand, klares Wasser, keine Bar, keine Liegen, keine Mülleimer. Genau diese Unberührtheit hat ihren Preis: Die direkte Zufahrt ist inzwischen versperrt, Parken an der Straße kaum noch möglich, und der zuverlässigste Weg führt zu Fuß von der Cala Romántica über Klippen und durch Pinienwald, gut 40 Minuten pro Strecke. Wer die kleine Wanderung auf sich nimmt, wird mit einer Bucht belohnt, die noch wie aus der Zeit gefallen wirkt, samt einem markanten Felsbogen am seitlichen Klippenrand. Man bringt alles selbst mit und nimmt seinen Abfall wieder mit -- so bleibt sie, wie sie ist. Beste Zeit: der frühe Vormittag außerhalb der Hauptsaison, wenn man den Strand fast für sich hat.
de.wikipedia.org
Ost- & Südostküste Mallorca15
Strände & Buchten · Fortsetzung
Es Llombards / Santanyí
Cala Llombards
Sandstrand ca. 55 m · windgeschützt · kostenloser Parkplatz (klein) · Santanyí
Cala Llombards
Cala Llombards ist eine jener fjordartigen Felsbuchten, die sich rund 230 Meter ins Land hineinschieben und ganz am Ende einen kleinen, fast dreieckigen Sandstrand freigeben -- nur etwa 55 Meter breit, dafür von strahlend weißem, weichem Sand. Eingerahmt von hohen Felsen und mediterraner Vegetation liegt das Wasser hier fast windstill und leuchtet karibisch türkis, was die Bucht zum Liebling von Ruhesuchenden und Schnorchlern macht. Charmant sind die in den Fels gebauten Fischerhäuschen mit ihren bunten Bootsschuppen. Erreichbar ist sie über das Dörfchen Es Llombards an der MA-6100; der kleine Parkplatz ist kostenfrei, aber rasch belegt -- weitere Stellplätze findet man oberhalb am Siedlungsrand. Eine Busanbindung gibt es nicht, weshalb sich die frühe Anreise doppelt lohnt.
mallorca.com
Ost- & Südostküste Mallorca16
Strände & Buchten · Fortsetzung
Hafen, Santanyí
Cala Figuera
Fischerhafen, kein Sandstrand · fjordartige Bucht · Baden von Felsen · Santanyí
Cala Figuera
Cala Figuera ist die romantische Ausnahme in dieser Liste -- hier badet man nicht im Sand, sondern verliebt sich in ein Bild. Der traditionsreiche Fischerhafen liegt in einer schmalen, fjordartigen Bucht, die sich gabelt und ein natürliches Y bildet; entlang der Ufer reihen sich llaüts, die typischen Holzboote, und alte Bootshäuser, die dem Massentourismus erstaunlich gut widerstanden haben. Einen eigentlichen Strand gibt es nicht, doch das klare Wasser lädt zum Schwimmen und Schnorcheln von den Felsen ein. Wer ein Auge für maritime Atmosphäre hat, kommt zum späten Nachmittag, wenn die Fischer einlaufen und das Licht die weißen Häuser warm färbt. Tagsüber bummelt man durch die Gassen und kehrt in eines der Hafenrestaurants ein -- der Charakter des Ortes ist hier der eigentliche Strand.
de.wikipedia.org
Ost- & Südostküste Mallorca17
Strände & Buchten · Fortsetzung
Santanyí
Cala Santanyí
sanft abfallender Sandstrand · Felsbogen Es Pontàs vorgelagert · Mirador · Santanyí
Cala Santanyí
Cala Santanyí ist die zugängliche, gemütliche Schwester der versteckten Calas weiter südlich: ein sanft abfallender Sandstrand mit meist glasklarem, ruhigem Wasser, eingefasst von niedrigen Felsen und einigen Strandlokalen. Familien schätzen den flachen Einstieg, Schnorchler die guten Sichtweiten an den seitlichen Felsen. Das eigentliche Wahrzeichen liegt aber gleich vor der Küste: Es Pontàs, ein rund 70 Meter breiter natürlicher Felsbogen im Meer, Überrest einer eingestürzten Höhle und eines der beliebtesten Fotomotive der Insel. Vom rechten Strandende führt eine kurze Treppe hinauf zum Mirador, von dem aus man den Bogen am besten überblickt. Im Hochsommer ist die Bucht gut besucht; für das ruhige Türkis und das beste Licht auf Es Pontàs lohnt der Morgen oder der frühe Abend.
de.wikipedia.org
Cala Ratjada / Capdepera
Cala Agulla
ca. 520 m Sand · Naturschutzgebiet seit 1991 · Pinienwald, bewacht · Capdepera
An der Nordostspitze, am Rand des quirligen Cala Ratjada, beginnt mit Cala Agulla das große Naturschutzgebiet der Ostküste -- und mit ihm einer der schönsten Naturstrände der Region. Rund 520 Meter feiner, heller Sand, kristallklares Wasser und ein dichter Pinienwald, der bis ans Ufer reicht und an heißen Tagen willkommenen Schatten spendet, prägen das Bild; im Rücken zeichnen sich die Hügel der Serra de Llevant ab. Seit 1991 steht das gesamte Areal unter Schutz, was den ursprünglichen Charakter bis heute bewahrt hat. Der Strand ist bewacht und gut ausgestattet, dadurch aber auch belebt -- in der Hauptsaison füllt er sich zügig. Die Anfahrt führt durch dichten Pinienwald; wer den Vormittag wählt, erlebt die Bucht in ihrem ruhigsten, türkisesten Moment.
de.wikipedia.org
Ost- & Südostküste Mallorca18
Strände & Buchten · Fortsetzung
Capdepera
Cala Mesquida
Naturschutzgebiet seit 1991 · Dünen · Wellengang bei Nordwind · Capdepera
Cala Mesquida, rund sieben Kilometer nordöstlich von Capdepera, ist der wilde, atlantisch anmutende Charakterkopf unter den Ostbuchten: heller Sand, türkisblaues Wasser und eine beeindruckende Dünenlandschaft, die sich mehrere Hundert Meter zwischen die Pinien zieht. Seit 1991 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, beherbergt sie eine der größten Kormoran- und Möwenkolonien der Balearen; der Weg vom Parkplatz führt deshalb über hölzerne Stege durch die geschützten Dünen. Weil die Bucht offen zum Meer liegt, ist sie einer der wenigen Strände Mallorcas mit echtem Wellengang -- bei Nordwind (Tramuntana) rollt eine spürbare Brandung an, die Surfer anzieht. Bei ruhiger See badet es sich herrlich im flachen Wasser. Der Strand ist bewacht und mit Bar versorgt, an Sommertagen aber gut gefüllt; früh kommen und windige Tage einplanen, wenn man die Wellen sucht.
de.wikipedia.org
Artà
Cala Torta
naturbelassen, Schotterpiste · Zufahrt seit 2018 gesperrt · FKK-Bereich · Artà
Cala Torta liegt rund acht bis zehn Kilometer nordöstlich von Artà, am Ende einer einsamen Fahrt durch weitgehend unbebaute Landschaft -- und belohnt mit einem großzügigen, ursprünglichen Sandstrand, umrahmt von Dünen, niedrigen Klippen, Pinien und Zwergpalmen. Der letzte Abschnitt der Piste ist unbefestigt; seit 2018 hat die Gemeinde Artà die direkte Zufahrt zum Schutz des empfindlichen Dünen-Ökosystems gesperrt, sodass man entlang des Schotterwegs parkt und das letzte Stück läuft. Genau das hält die Bucht angenehm ruhig und naturnah. Ein kleiner Abschnitt ist dem FKK-Baden vorbehalten, und in den weiten Dünen findet sich fast immer ein stilles Plätzchen. In der Saison gibt es eine kleine Strandbar, einen besetzten Wachturm sowie Toiletten -- ansonsten regiert hier die Natur. Beste Zeit: der Vormittag, bevor die wenigen Stellplätze belegt sind.
de.wikipedia.org
Ost- & Südostküste Mallorca19
Strände & Buchten · Fortsetzung
Colònia de Sant Pere / Betlem, Artà
Caló des Camps
kleine, ruhige Bucht · schmaler Sandstreifen · Felsküste, Pinien · Artà
Ganz im Norden der Region, an der Bucht von Alcúdia zwischen der Colònia de Sant Pere und der kleinen Urbanisation Betlem, versteckt sich der Caló des Camps -- eine winzige Bucht mit schmalem Sandstreifen, die kaum auf den großen Strandlisten auftaucht. Flankiert von niedrigen Felsküsten und gesäumt von Tamarisken und Pinien, ist sie ein ruhiger Badeplatz, an dem man vor allem Einheimische trifft; oft liegen Posidonia-Seegrasreste am Ufer, ein gesundes Zeichen für intakte Unterwasserwiesen. Wer hier sucht, sucht nicht den großen Sandstrand, sondern die stille, fast private Atmosphäre und das klare Wasser unterhalb der Ostberge. Ein Küstenpfad verbindet die kleinen Calós der Gegend und lädt zum Spaziergang direkt am Meer ein. Beste Zeit ist der ruhige Vormittag -- große Menschenmengen sind hier ohnehin selten.
de.wikipedia.org
Ost- & Südostküste Mallorca20
Kultur & Natur

Höhlen, Höhenwege und das Versprechen der Stille

Was die Region jenseits des Strands zu zeigen hat.

Wer die Ost- und Südostküste nur als Aneinanderreihung türkisfarbener Buchten begreift, übersieht ihr eigentliches Wesen.

Porto Cristo · Tropfsteinhöhle
Coves del Drac
Llac Martel: ca. 117 m lang · Live-Konzert · Online-Buchung empfohlen
Coves del Drac
Die Drachenhöhlen von Porto Cristo zählen zu den eindrucksvollsten unterirdischen Welten des Mittelmeerraums: ein knapp anderthalb Kilometer langes System aus Hallen, deren Tropfsteine in jahrtausendelanger Geduld gewachsen sind. Höhepunkt ist der Llac Martel, einer der größten unterirdischen Seen der Welt, benannt nach dem französischen Speläologen Édouard-Alfred Martel, der ihn erstmals durchquerte. Im Halbdunkel über dem spiegelglatten Wasser erklingt ein kurzes klassisches Live-Konzert von beleuchteten Booten aus, bevor die Gäste den See selbst per Kahn oder über die Brücke überqueren. Tipp: Tickets unbedingt vorab online buchen, da die Führungen zu festen Uhrzeiten stattfinden und in der Hauptsaison rasch ausverkauft sind.
cuevasdeldrach.com
Ost- & Südostküste Mallorca21
Kultur & Natur · Fortsetzung
Capdepera · Meereshöhle
Coves d'Artà
Lage Canyamel · Führungen ca. 35–40 Min. · ganzjährig geöffnet
Hoch über der Bucht von Canyamel öffnet sich der Berg zu einer Kathedrale aus Stein: Die Coves d'Artà gehören zu den ältesten besuchten Höhlen der Insel und sollen schon Jules Verne und antike Reisende beeindruckt haben. Wer die Stufen vom Eingang aus erklimmt, blickt zunächst auf das tiefblaue Meer, ehe sich im Inneren gewaltige Säle mit bis zu über vierzig Meter hohen Tropfsteindomen auftun. Die rund 35- bis 40-minütigen Führungen inszenieren die Formationen mit dezenter Beleuchtung und verleihen der unterirdischen Stille eine fast sakrale Würde. Ein lohnender Kontrapunkt zu den Drachenhöhlen: weniger Konzert, mehr rohe Erhabenheit der Natur.
cuevasdearta.com
Capdepera · Mittelalterliche Festung
Castell de Capdepera
14. Jh. · Puig de Capdepera ca. 159 m · Eintritt ca. 3 €
Castell de Capdepera
Auf dem Hügel über dem Ortskern thront eine der besterhaltenen Wehranlagen Mallorcas, im 14. Jahrhundert errichtet, um die Nordostküste gegen Piraten und Korsaren zu sichern. Innerhalb der zinnenbewehrten Ringmauer haben sich Wehrgänge, ein Wachturm und die schlichte gotische Kapelle Nuestra Señora de la Esperanza erhalten. Vom Plateau schweift der Blick weit über die Dächer von Capdepera, das Meer und an klaren Tagen bis hinüber nach Menorca. Wer den Aufstieg mit dem späten Nachmittagslicht plant, erlebt die warmen Goldtöne auf dem alten Sandstein in ihrer schönsten Stunde.
mallorca.es
Ost- & Südostküste Mallorca22
Kultur & Natur · Fortsetzung
Felanitx · Bergkloster
Santuari de Sant Salvador
Gegründet 1348 · Gipfel 509 m · Klosterzellen mietbar
Auf dem 509 Meter hohen Puig de Sant Salvador, dem höchsten Gipfel der Serres de Llevant, gründeten Mallorquiner 1348 im Schatten einer Pestepidemie eine Wallfahrtsstätte. Die heutige Klosterkirche von 1715 wirkt mit ihren massiven Mauern eher wie eine Festung denn ein Gotteshaus. Flankiert wird das Ensemble von zwei weithin sichtbaren Wahrzeichen: einem mächtigen Steinkreuz und einer hohen Säule, gekrönt von einer segnenden Christusfigur. Von der Terrasse reicht der Rundblick über die Llanura bis nach Cabrera und an klaren Tagen bis zum Cap de Formentor. Tipp: Die einstigen Mönchszellen lassen sich heute als schlichte Übernachtung mieten, ideal für einen Sonnenaufgang über der Ebene.
allmallorca.com
Santanyí · Naturpark
Parc Natural de Mondragó
Naturpark seit 1992 · über 700 ha · Strände Mondragó & s'Amarador
Seit 1992 schützt dieser über 700 Hektar große Naturpark südlich von Santanyí ein seltenes Mosaik aus Pinienwald, Dünen, Feuchtgebieten und unverbauten Buchten. Herzstücke sind die beiden Strände Cala Mondragó und s'Amarador: ersterer gut erschlossen mit Strandbar, letzterer naturbelassen mit weißem Sand und intakten Dünen. Markierte Rundwege führen entlang der Klippen, vorbei an alten Trockensteinmauern und Beobachtungspunkten für Wasservögel. Tipp: Früh kommen, denn die kostenfreien Parkplätze an den zwei Haupteingängen füllen sich im Sommer schnell; das Informationszentrum hilft bei der Routenwahl.
caib.es
Ost- & Südostküste Mallorca23
Kultur & Natur · Fortsetzung
Santanyí · Leuchtturm
Far de Cap de ses Salines
Südlichster Punkt Mallorcas · erbaut 1863 · keine Busanbindung
Far de Cap de ses Salines
Am südlichsten Punkt Mallorcas, wo die Insel in einer flachen Landzunge ins Meer ausläuft, steht seit 1863 dieser noch immer aktive Leuchtturm mit weißem Turm und grünem Querstreifen. Die Anfahrt über die einsame Straße MA-6110, gesäumt von wildem Buschland und Zwergpalmen, ist Teil des Erlebnisses; öffentlicher Verkehr fährt nicht bis hierher. Vom Kap reicht der Blick bei gutem Wetter hinüber zum Cabrera-Archipel, während rundum die Reserva Marina del Migjorn das Meer in seltener Klarheit erstrahlen lässt. Tipp: Zum Sonnenuntergang kommen, wenn das Licht über der Steppe und dem offenen Horizont besonders weich wird.
lonelyplanet.com
ab Colònia de Sant Jordi · Nationalpark
Cabrera-Archipel
Nationalpark seit 1991 · Abfahrt Colònia de Sant Jordi · Cova Blava
Knapp eine Stunde Bootsfahrt vor der Südküste liegt der einzige See- und Land-Nationalpark der Balearen, seit 1991 geschützt und dadurch von Bebauung verschont geblieben. Ausflugsboote starten von Colònia de Sant Jordi aus und umrunden die schroffen Felsklippen des Archipels, vorbei an der mittelalterlichen Burg, Seevogelkolonien und versteckten Buchten. Höhepunkt vieler Touren ist die Cova Blava, die Blaue Grotte, in der das einfallende Licht das Wasser in unwirkliches Blau taucht und ein Badestopp lockt. Tipp: Klassische Touren bieten mehrere Stunden freie Zeit auf der Insel selbst, Express-Varianten konzentrieren sich auf die Bootsfahrt; in jedem Fall früh reservieren, da die Plätze pro Tag begrenzt sind.
caib.es
Ost- & Südostküste Mallorca24
Kultur & Natur · Fortsetzung
Felanitx & Manacor · Weinkultur
Bodegas & Weingüter
Rebsorten Callet, Mantonegro, Fogoneu · Tastings nach Anmeldung
Der Südosten ist das stille Herz des mallorquinischen Weinbaus, wo autochthone Reben wie Callet, Mantonegro und Fogoneu auf kargen Böden zu charaktervollen Weinen reifen. In Felanitx hat sich die Bodega Ànima Negra mit ihrem Kultwein AN/2 internationale Anerkennung erarbeitet und steht für eine moderne, eigenständige Inselhandschrift. In Manacor wiederum empfängt das Familienweingut Vins Miquel Gelabert Gäste zu Verkostungen in seinen Kellerräumen. Tipp: Besuche und Tastings vorab anmelden, denn die kleinen Güter arbeiten persönlich und nicht auf Laufkundschaft ausgelegt, was den Reiz der Begegnung gerade ausmacht.
vinsmiquelgelabert.com
Artà · Naturpark
Parc Natural de Llevant
Natura-2000-Vogelschutz · markierte Wege · Ermita de Betlem
Im äußersten Nordosten der Region erstreckt sich der Naturpark der Halbinsel Llevant über das wilde Bergland der Serra d'Artà, ein bedeutendes Vogelschutzgebiet des Natura-2000-Netzwerks. Pinienwälder, Steineichen, wilde Olivenhaine und schroffe Klippen wechseln sich ab und bilden ein ursprüngliches mediterranes Mosaik. Markierte Wanderwege führen vom leichten Spaziergang bis zur anspruchsvolleren Tour, etwa hinauf zur Ermita de Betlem oder auf die Talaia Freda mit ihrem Rundblick über die Küste. Tipp: Festes Schuhwerk wählen, denn die Pfade sind steinig; Wasser und Sonnenschutz gehören in den Rucksack, schattenspendende Einkehr gibt es unterwegs kaum.
caib.es
Ost- & Südostküste Mallorca25
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Ost- & Südostküste Mallorca26
Aktiv an der Küste

Die Küste als Spielfeld

Wasser, Fels und Hügelland — Bewegung im Rhythmus der Region. (OHNE Golf — Golf hat eine eigene Strecke.)

Die Ost- und Südostküste Mallorcas ist kein Ort für stilles Verweilen allein.

Naturhäfen der Südostküste
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Marina Cala d'Or ~560 Liegeplätze · Porto Petro ~272 · Porto Colom Naturhafen
Segeln & Yachthäfen — Porto Colom, Cala d'Or, Porto Petro
Drei Häfen, drei Charaktere: Porto Colom gilt als einer der größten und schönsten Naturhäfen der Insel, weitläufig geschützt und mit dem unverstellten Charme eines alten Fischerorts. Cala d'Or punktet mit einer modernen Marina von rund 560 Liegeplätzen, eleganten Promenaden und kurzen Wegen zu den umliegenden Calas. Porto Petro schließlich genießt unter Seglern den Ruf eines der stimmungsvollsten Ankerplätze Mallorcas — eng, ursprünglich, wunderbar windgeschützt. Von hier aus liegen die Trauminseln des Südostens und die geschützten Gewässer der Migjorn-Reserve in bequemer Tagesreichweite.
holamallorca.com
Porto Petro / Porto Colom
Tauchen — Cabrera, Klippen & Tauchbasen
Nationalpark Cabrera seit 1991 · PADI-Basen in Porto Petro & Porto Colom
Der Südosten ist eines der besten Tauchreviere der Balearen — nicht zuletzt dank des Nationalparks Cabrera, der seit 1991 als erster meeresgebundener Nationalpark Spaniens unter Schutz steht und mit Steilwänden, Höhlen und imposanten Zackenbarschen lockt. Etablierte Basen wie Petrodivers in Porto Petro oder die East Coast Divers in Porto Colom organisieren regelmäßige Bootsfahrten dorthin sowie zu den Riffen und Klippen direkt vor der Küste. Sichtweiten von oft über 30 Metern und eine erstaunlich intakte Unterwasserwelt machen jeden Tauchgang zum Erlebnis. Für Cabrera ist eine Genehmigung erforderlich, die die Basen für ihre Gäste organisieren.
padi.com
Ost- & Südostküste Mallorca27
Aktiv an der Küste · Fortsetzung
Felanitx / Naturpark Llevant
Wandern — Sant Salvador & Serres de Llevant
Puig de Sant Salvador 494,77 m · höchster Gipfel der südlichen Serres de Llevant
Über Felanitx erhebt sich der Puig de Sant Salvador, mit knapp 495 Metern die höchste Erhebung im Süden der Serres de Llevant und gekrönt von einem altehrwürdigen Klosterheiligtum. Der Aufstieg — zu Fuß oder über die schmale Serpentinenstraße — belohnt mit einem weiten Rundblick über die Marina de Llevant bis hinüber zum Meer, bei klarer Sicht sogar bis Menorca. Weiter im Nordosten lädt der Parc Natural de la Península de Llevant zu Touren durch Steineichen-, Olivenhain- und Pinienlandschaften, mit Routen vom gemütlichen Spaziergang bis zur Tageswanderung. Frühjahr und Herbst sind die ideale Jahreszeit, wenn die Hitze nachlässt und die Wege still daliegen.
illesbalears.travel
Klassiker-Strecken im Südosten
Rennrad — Hügelland Felanitx & Santanyí
Klassiker Felanitx–Portocolom–Santanyí–Cas Concos · ~48 km · Anstieg Sant Salvador
Das Südost-Hinterland ist ein Geheimtipp für Rennradfahrer: ruhige, gut asphaltierte Nebenstraßen ziehen sich durch Mandelhaine, Kornfelder und sanfte Hügel zwischen Felanitx und Santanyí. Ein beliebter Klassiker ist die Runde Felanitx — Portocolom — Santanyí — Cas Concos und zurück, knapp 48 Kilometer mit moderaten Höhenmetern und herrlichen Blicken von den Hügeln hinab zum Meer. Wer Höhenmeter sucht, nimmt den anspruchsvollen Anstieg hinauf zum Sant Salvador. Die Mischung aus überschaubaren Distanzen, wenig Verkehr und mediterranem Licht macht die Region zum idealen Trainings- und Genussrevier — fernab der überlaufenen Tramuntana-Pässe.
lieblingsinsel.net
Porto Colom / Cala d'Or / Mondragó
Kajak & SUP — entlang der Buchten
Geführte SUP-Touren ab Porto Colom ~2,5 Std. · Verleih in Cala d'Or
Vom Wasser aus zeigt sich die Küste von ihrer intimsten Seite. Vom Naturhafen Porto Colom aus gleitet man auf dem Stand-up-Paddle oder im Kajak an bizarren Felsformationen und der charmanten Altstadt entlang — geführte Touren dauern meist rund zweieinhalb Stunden und eignen sich für Einsteiger wie Geübte. Rund um Cala d'Or und den Naturpark Mondragó lassen sich versteckte Calas, Höhlen und türkisfarbene Einschnitte erkunden, die vom Land kaum zugänglich sind. Verleihstationen liefern Boards und Kajaks teils direkt an Strand oder Unterkunft. Die ruhigen, klaren Morgenstunden sind für solche Paddeltouren die schönste Zeit.
eastcoastdivers.de
Ost- & Südostküste Mallorca28
Aktiv an der Küste · Fortsetzung
Cala d'Or / Santanyí / Manacor
Tennis & Padel
Tennisclub Cala d'Or mit Flutlicht-Sandplätzen · Rafa Nadal Academy in Manacor
Auch an Land hat der Südosten Format: Der Tennisclub Cala d'Or bietet ganzjährig bespielbare Sandplätze mit Flutlicht und Trainerteam für Einzel- und Gruppenstunden. Padel, Spaniens Trendsport schlechthin, ist längst angekommen — Anlagen wie Padel Santanyí Cala d'Or stellen moderne Outdoor-Courts. Wer das ganz große Tennis sucht, findet im benachbarten Manacor mit der Rafa Nadal Academy ein Sportzentrum von Weltrang samt erstklassiger Padel-Facilities. So lässt sich der Aktivtag auch jenseits von Wasser und Fels gestalten, ob als ambitioniertes Match oder lockeres Spiel im Abendlicht.
rafanadalacademy.com
Felanitx / Porto Petro
Reiten — Ausritte durch Land & Düne
Gestüt Son Menut (Felanitx) mit Reiterhotel · Rancho Jaume (Porto Petro), familienfreundlich
Das mallorquinische Hinterland erschließt sich zu Pferd auf besonders ursprüngliche Weise. Bei Felanitx gehört das Gestüt Son Menut zu den bekanntesten Adressen der Insel: ein Reiterhotel mit professionellem Unterricht, Einzelstunden und längeren Ausritten durch die Landschaft. In Porto Petro im äußersten Südosten richtet sich die Rancho Jaume mit Ausritten, Ponyreiten und Kutschfahrten an Familien und Einsteiger jeden Alters. Ob im Schritt durch duftende Pinienwälder oder im Galopp über offenes Gelände — das Reiten verbindet Aktivität mit einer fast meditativen Nähe zur Natur der Region.
mallorca-majorca.de
Mondragó / Migjorn-Meeresreserve
Freediving & Schnorcheln
Reserva Marina del Migjorn >22.000 ha · Freediving-Center im Naturpark Mondragó
Die kleinen Buchten des Südostens — Cala Santanyí, Caló des Moro, Cala Mondragó — zählen zu den schönsten Schnorchelrevieren der Insel: ruhiges, kristallklares Wasser über Seegraswiesen, in dem Lippfische, Zackenbarsche und gelegentlich ein Oktopus zu beobachten sind. Cala Mondragó liegt geschützt im Naturpark und eignet sich auch für Einsteiger und Familien. Für das tiefere Erlebnis bietet das Indigo-Dive-Zentrum im Parc Natural de Mondragó Freediving-Kurse an — das Tauchen ohne Gerät, in stiller, unmittelbarer Verbindung zum Meer. Die gesamte Küste gehört zur Reserva Marina del Migjorn, dem größten Meeresschutzgebiet der Balearen.
indigodivemondrago.com
Ost- & Südostküste Mallorca29
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Ost- & Südostküste Mallorca30
Golf
„Wo das Fairway am Mittelmeer endet.“
Golf

Fairways über dem Mittelmeer

Der Osten Mallorcas ist Golf-Land — mit Plätzen, die Meerblick und mediterrane Macchia verbinden.

Wer den Osten und Südosten Mallorcas mit dem Schläger erkundet, spielt zwischen Pinienwäldern, alten Mandel- und Olivenhainen und immer wieder dem glitzernden Band des Mittelmeers am Horizont.

Capdepera · Nordosten
Capdepera Golf
18 Löcher · Par 72 · Capdepera · Design: Dan Maples (1989)
In einem stillen Tal zwischen den schroffen Hügeln des Llevant und dem Künstlerdorf Artà gestaltete der Amerikaner Dan Maples 1989 einen der landschaftlich reizvollsten Plätze der Insel. Das Spiel beginnt großzügig in der Ebene eines ehemaligen Mandelhains und steigt dann anspruchsvoll in die Hügel hinauf. Höhepunkt ist das Par-3-Loch 15: Vom Abschlag auf einer Anhöhe öffnet sich ein ungestörter Blick über das Mittelmeer — eines der meistfotografierten Löcher Mallorcas. Das Clubhaus mit Panoramaterrasse über dem 18. Grün und mediterranem Restaurant rundet den Tag ab.
golfcapdepera.com
Costa de los Pinos · Son Servera
Club de Golf Son Servera
18 Löcher · Par 72 · Costa de los Pinos · gegründet 1967
Der 1967 gegründete Club ist der zweitälteste Golfplatz Mallorcas und bis heute ein traditionsreicher Mitgliederclub mit familiärer Atmosphäre. Eingebettet zwischen pinienbewachsenen Hügeln an der Costa de los Pinos eröffnet die Runde immer wieder Ausblicke auf die Bucht von Llevant. Die Bahnen 3 bis 7 winden sich besonders eng durch Pinienwald, vorbei an einem See und sanften Mounds, und gelten als anspruchsvollster Abschnitt. Breite Fairways, alte Eichen, Oliven- und Johannisbrotbäume verleihen dem Platz seinen ruhigen, mediterranen Charakter.
golfsonservera.com
Son Servera · nahe Cala Millor
Pula Golf
18 Löcher · Par 72 · Son Servera · Redesign: J. M. Olazábal
Der zum Pula Golf Resort gehörende Platz wurde vom zweifachen Masters-Sieger José María Olazábal komplett neu gestaltet, um den Ansprüchen des internationalen Profigolfs zu genügen — hier wurde unter anderem die Mallorca Open Senior der European Tour ausgetragen. Auf rund 6.200 Metern fordert der Kurs strategisches Spiel, ist von 14 Abschlägen aus jedoch fair einsehbar bis zum Grün. Eine zweistöckige, teils überdachte Driving Range, zwei Putting-Greens und ein modernes Kurzspielareal machen Pula zur kompletten Trainingsadresse. Das stilvolle Resort mit dem Restaurant S'Era de Pula liegt eingebettet in die sanfte Hügellandschaft des Hinterlands.
pulagolf.com
Ost- & Südostküste Mallorca32
Golf · Fortsetzung
Canyamel · Capdepera
Canyamel Golf
18 Löcher · Par 73 · Canyamel · Design: José Gancedo (1988)
José Gancedo legte diesen Championship-Kurs 1988 in das grüne Tal von Canyamel, nur wenige Minuten von den Tropfsteinhöhlen Coves d'Artà und dem feinen Sandstrand entfernt. Auf rund 6.200 Metern verbindet Par 73 natürliche Schönheit mit klugem Design und weiten Ausblicken auf die Tramuntana-Ausläufer und das Mittelmeer. Der Platz ist an 364 Tagen im Jahr bespielbar und verfügt über eine moderne Golfakademie. Üppige Vegetation und ein abwechslungsreiches Geländeprofil machen jede Runde zu einem landschaftlichen Erlebnis.
canyamelgolf.com
s'Horta · Cala d'Or (Felanitx)
Vall d'Or Golf
18 Löcher · Par 71 · s'Horta/Cala d'Or · seit 1986
Seit 1986 spielt man im Südosten zwischen Cala d'Or und Portocolom auf einem Kurs, der zwei völlig unterschiedliche Landschaften vereint. Die ersten neun Bahnen rollen durch einen Wald aus Pinien, Mandel- und Olivenbäumen, während die hinteren neun Löcher in breiteren, welligen Fairways zur Küste hin abfallen — mit herrlichem Blick aufs Meer. Die heutige Anlage entstand aus der Erweiterung von 1991 bis 1993, ergänzt um die ursprünglichen neun Eröffnungslöcher. Mediterrane Brise, ehrliches Layout und ein stimmungsvolles Clubhaus prägen den Charakter dieses traditionsreichen Platzes.
valldorgolf.com
Llucmajor · Süden
Golf Maioris
18 Löcher · Par 72 · Llucmajor · eröffnet 2006
Nur fünfzehn Minuten von Palma entfernt liegt dieser 2006 eröffnete Platz im sanften Pinienland von Llucmajor, nahe dem Cap Blanc. Die erste Hälfte präsentiert sich mit welligen Greens im schottischen Stil, während die Löcher 10 bis 18 einem typisch amerikanischen Design folgen und die natürliche Topografie behutsam aufnehmen. Auf rund 6.350 Metern bietet der Par-72-Kurs weite Ausblicke über die mediterrane Landschaft bis zum Meer. Die Mischung aus Pinienwald und offenem Terrain macht Maioris zu einem abwechslungsreichen Ziel im Süden.
golfinspain.com
Ost- & Südostküste Mallorca33
Golf · Fortsetzung
Llucmajor · Süden
Golf Son Antem
2 × 18 Löcher (East/West) · Par 72 · Llucmajor
Das Marriott-Golfresort südlich von Palma vereint gleich zwei 18-Loch-Meisterschaftsplätze — den Ostkurs (East) und den Westkurs (West) —, eingebettet in eine typisch mediterrane, flache Landschaft nur zehn Minuten vom Flughafen entfernt. Beide Anlagen spielen über Par 72 und unterscheiden sich in Charakter und Spielführung, sodass Golfer hier abwechslungsreiche Runden über mehrere Tage genießen können. Eine große Driving Range, ein Pitch-and-Putt-Areal, Übungsbunker und eine Golfakademie mit PGA-Profis machen Son Antem zur kompletten Trainings- und Resortdestination. Das angeschlossene Hotel macht den Ort zum idealen Stützpunkt für einen Golfurlaub im Süden der Insel.
sonantemgolf.com
Ost- & Südostküste Mallorca34
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14.319 m² bei Ses Salines, „Perle des Monats“ 2024 — im Bau, Fertigstellung 2027.
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Ost- & Südostküste Mallorca35
Kulinarik

Die echten Perlen

Genuss vor Inszenierung — von der Sterneküche bis zum Dorflokal.

Mallorcas Ost- und Südostküste ist das stille Gegenstück zum lauten Westen: Hier, zwischen den Fischerhäfen von Porto Colom und Cala Figuera, den salzgetränkten Ebenen rund um Ses Salines und den steinernen Dorfkernen von Santanyí…

Fine Dining
Canyamel · Ost · €€€€
VORO
Im Cap Vermell Grand Hotel über Canyamel führt Küchenchef Álvaro Salazar das einzige Zwei-Sterne-Haus der Balearen – und 2026 zugleich das zweite Restaurant der Insel mit drei Repsol-Sonnen. Seine kompromisslosen Degustationsmenüs aus saisonalen Inselprodukten machen VORO zur unbestrittenen Spitze der gesamten Ostküste, ein Reiseziel für sich. Wer Mallorcas Gastronomie an ihrem Gipfel erleben will, beginnt hier.
guide.michelin.com
Canyamel · Ost · €€€€
Sa Pleta by Marc Fosh
Das Zweithaus des britischen Sternekochs Marc Fosh liegt im Adults-only-Luxusresort Pleta de Mar und huldigt der offenen Flamme: balearische Produkte, über Glut und Rauch veredelt, in einer Ruhe, die ganz auf den Genießer zugeschnitten ist. Gerichte wie Kaisergranat mit weißem Knoblaucheis zeigen die produktverliebte Handschrift, die Fosh berühmt gemacht hat. Eine stille, hochkarätige Adresse abseits jeder Laufkundschaft.
guide.michelin.com
Cala d'Or · Südost · €€€€
Port Petit
Hoch über der Marina von Cala d'Or interpretiert Küchenchef Maxime Deymier die französisch-mediterrane Klassik mit präziser Hand – ein klares Qualitätssignal im Guide Michelin wie im Repsol-Guide. Gourmet- und Degustationsmenüs setzen das Niveau weit über den Promenaden-Standard, während das zweiwöchentlich wechselnde Bistro-Mittagsmenü einen bezahlbareren Einstieg bietet. Eine elegante Hafenadresse mit Blick aufs Wasser.
guide.michelin.com
Ost- & Südostküste Mallorca36
Kulinarik · Fortsetzung
Llucmajor · Süd · €€€€
Restaurant Andreu Genestra
Sternekoch Andreu Genestra hat sein Sternelokal 2023 von Capdepera ins Hotel Zoëtry bei Llucmajor verlegt und kocht dort konsequent aus dem eigenen Garten – eine 'Cuina de la Terra', die mit einem Michelin-Stern, einem Grünen Stern und zwei Repsol-Sonnen dekoriert ist. Selbst angebautes Gemüse und mallorquinisches Schwarzschwein bilden das Rückgrat einer nachhaltigen Spitzenküche. Eine Adresse, der die Kenner über die Insel hinweg gefolgt sind.
hyattinclusivecollection.com
Campos · Südost · €€€€
Tess de Mar
Im Boutique-Palais Sa Creu Nova in Campos garrt Küchenchef José Vicente Tarín über offener Glut: Fisch aus der Lonja, mallorquinisches Lamm, gereiftes Rind und Gemüse aus dem eigenen Garten. Das Michelin-gelistete Adults-only-Restaurant ist eine bewusst ruhige Hinterland-Adresse, fern jedes Strand-Hotspots. Hier zählt die Qualität des Produkts mehr als die Kulisse.
guide.michelin.com
Gehobene Perle
Santanyí · Südost · €€€
Restaurant Laudat
Versteckt hinter der Pfarrkirche von Santanyí, in einem alten Stadthaus mit Patio unter Zitronenbäumen, hat sich Laudat einen Platz im Michelin Guide erkocht – und doch sitzen hier ebenso die Einheimischen. Eine marktfrische, saisonale Linie, ambitioniert, aber unaufdringlich, krönt sich mit dem inzwischen legendären Dessert der gratinierten Himbeeren. Eine stille Feinschmecker-Adresse am Kirchplatz statt am Strand.
guide.michelin.com
Colònia de Sant Jordi · Süd · €€€
Sal de Cocó
Auf einer kleinen Landzunge am Fischerhafen, im einstigen Großeltern-Haus, zelebriert MasterChef-Gewinnerin Marta Rosselló eine ehrliche, ambitionierte Küstenküche aus der Tradition ihrer Fischerfamilie. Täglich frischer Marktfisch und eine monatlich wechselnde Karte machen jeden Besuch persönlich – cremige Reisgerichte, Oktopus-Ravioli, Felsenfisch-Tacos. Im Repsol-Guide gewürdigt und doch ganz fern der Massenabfertigung.
guiarepsol.com
Ost- & Südostküste Mallorca37
Kulinarik · Fortsetzung
Colònia de Sant Jordi · Süd · €€€
Salma – El Coto
Im Fünf-Sterne-Hotel Can Bonico trägt die Küche die Handschrift von Starkoch Gerhard Schwaiger – akribischer Service, eine der vollständigsten Bodegas der Balearen und Gerichte wie das Carpaccio von Sóller-Rotgarnelen. 2026 in den Repsol-Guide aufgenommen, ist El Coto ein Eintrag fürs Kenner-Adressbuch. Gehobene Küche im stillen Dorfkern statt am Strand.
guiarepsol.com
Ses Salines · Süd · €€€
Es Pinaret
Versteckt in einem Pinienhain auf dem Land führen Elvira und Peter Urbach seit Jahren einen bewusst stillen Rückzugsort: weiß eingedeckte Tische unter schattigen Bäumen, fernöstliche Aromen auf mallorquinischen Produkten, Peter am Grill und Holzofen. Ein täglich wechselndes Tafel-Menü und eine treue Fangemeinde machen es zum Geheimtipp, den Gäste mit Michelin-Erfahrungen vergleichen. Kultiviert, leise, ohne jede Laufkundschaft.
es-pinaret.de
Porto Cristo · Ost · €€€
Sa Sal Restaurant
In einem Stadthaus mit hübschem Patio, eine Seitenstraße abseits des Hafens, kocht Sa Sal deutlich ambitionierter als die Promenadenlokale: Mehrgang-Degustationsmenüs und eine durchdachte Weinkarte heben es zur Feinschmecker-Adresse von Porto Cristo. Foie gras und perfekt gegarter Seehecht stehen für die Sorgfalt der Küche. Ein verstecktes Gourmet-Refugium im alten Fischerort.
bestofmallorca.de
Son Servera · Ost · €€€
S'Era de Pula
Seit 1969 zählt diese authentische mallorquinische Finca im Pula Golf Resort zu den traditionsreichsten Gourmet-Adressen der Insel. Eine konsequente km-0-Philosophie speist sich aus 6.000 m² eigenem Gemüsegarten, drei hauseigenen Weinen und eigenem Olivenöl – ein Qualitätssignal, das sich auf jedem Teller niederschlägt. Ein Landmark der Inselküche im ruhigen Son Servera.
pulagolf.com
Canyamel · Ost · €€€
Restaurant Vintage 1934
Im Cap Vermell Beach Hotel wird gehobene mediterrane Küche mit Meerblick serviert – die Besonderheit verbirgt sich nebenan: ein in den Fels gehauenes, eigenes Hummerbecken. Küchenchef Fernando Palomino baut darauf eine saisonal wechselnde Karte mit klarem Schwerpunkt auf Krustentieren. Von Mallorca-Guides als echter Insider-Tipp gehandelt, fern jeder Massenabfertigung.
lookmallorca.com
Ost- & Südostküste Mallorca38
Kulinarik · Fortsetzung
Artà · Ost · €€€
Restaurant Forn Nou
In einer ehemaligen Bäckerei von 1929 im historischen Kern von Artà führt eine Familie in vierter Generation ein Lokal von kunstvollem, ruhigem Ambiente. Über Holzkohle gegrilltes Fleisch und ein sorgfältig kuratiertes Degustationsmenü geben ihm ein eigenes Profil, weit weg von den Strandlokalen. Eine gehobene Adresse mit Geschichte und Handschrift.
fornnou-arta.com
Authentisch/Traditionell
Ses Salines · Süd · €€€
Casa Manolo (Bodega Barahona)
Von außen unscheinbar, innen seit 1945 eine Dorfplatz-Institution: Die aus der Bodega Barahona gewachsene Casa Manolo verarbeitet fangfrischen Fisch aus den Gewässern bis zum Cabrera-Archipel und hält seit 2013 ununterbrochen eine Repsol-Sonne. Dass hier König Felipe VI. inkognito speiste, sagt alles über den Insider-Rang – und nichts ändert sich am bodenständigen Tintenfisch und der hausgemachten Sobrassada. Authentizität statt Inszenierung, am Plaça Sant Bartomeu.
mallorcamagazin.com
Porto Colom · Südost · €€€
Celler Sa Sínia
Direkt am alten Fischerhafen von Porto Colom betreibt diese Familie ein Fisch-Celler mit eigenem Stand auf dem Fischmarkt – ernsthafte Hochküche im Stil eines Schiffsinneren, mit Stühlen, in die die Namen prominenter Gäste eingraviert sind, darunter der spanische König. Schwarzer Reis mit Aioli, Langusten-Caldereta und fangfrischer Tagesfisch begründen einen inselweiten Ruf. Ein Referenz-Fischlokal, zu dem Kenner eigens anreisen.
bestofmallorca.de
Vilafranca de Bonany · Südost ·
Restaurante Es Cruce
Das wohl bekannteste Carretera-Restaurant der Balearen ist ein echtes Mallorquiner-Ritual: 650 Plätze, deftige Familienrezepte vom großen Holzkohlegrill und Portionen, die zu Spottpreisen den Tisch füllen. Spanferkel, Lamm, Schnecken und Tumbet – serviert für ein Publikum, das fast ausschließlich aus Einheimischen besteht. Wer einmal essen will wie die Mallorquiner, fährt an diese Kreuzung bei Vilafranca.
we-love-mallorca.de
Ost- & Südostküste Mallorca39
Kulinarik · Fortsetzung
Manacor · Ost · €€
Can March
Der Familienbetrieb der Brüder Gelabert blickt auf fast hundert Jahre Geschichte zurück und interpretiert die Inselküche fein und zeitgemäß – ein im Repsol-Guide empfohlener Klassiker abseits der Touristenströme im Inland. Sieben Varianten von Reisgerichten und das Spanferkel vom mallorquinischen Schwarzschwein zeigen die Bandbreite. Eine verlässliche Größe in Manacor, von Insidern geschätzt.
guiarepsol.com
Felanitx · Südost ·
Restaurant S'Estació
Im alten Bahnhofsumfeld von Felanitx sitzt man bei diesem familiengeführten Tagesmenü-Lokal fast ausschließlich neben mallorquinischen Arbeitern und Stammgästen. Das Drei-Gänge-Menú del día inklusive Wein und das sonntägliche Festtagsmenü sind so authentisch und preiswert, wie es auf der Insel kaum noch zu finden ist. Ein echter Locals-Treff ohne jeden Touristen-Schliff.
comerdemenudeldia.es
Hafen & Meer
Porto Colom · Südost · €€€
Sa Llotja
Im ersten Stock des alten Hafengebäudes, direkt über der ehemaligen Fischauktionshalle, hat ein spanisch-deutsches Duo ein gehobenes, ruhiges Fischlokal eingerichtet – verglaster Speiseraum, Terrasse zum Hafen, Fisch direkt vom lokalen Fischer. Michelin-gelistet und im Mallorca Magazin gewürdigt, setzt es auf den Tagesfang statt auf Promenaden-Kulisse. Jakobsmuscheln, geschmorte Chipirones und Drachenkopf vom Grill gehören zu den Höhepunkten.
guide.michelin.com
Cala Figuera · Südost · €€€
Restaurant La Petite Iglesia
In einer ehemaligen Kapelle abseits der Hafenpromenade führt ein französisches Paar ein Refugium fern der typischen Touri-Lokale: Der Fisch kommt täglich frisch direkt aus dem Hafen von Cala Figuera. Eine französische Saisonküche um den wechselnden Tagesfisch macht es zu einer der charmantesten Adressen des intakten Fischerdorfs. Wiederholt als versteckte Perle gelobt.
tripadvisor.com
Ost- & Südostküste Mallorca40
Kulinarik · Fortsetzung
Portopetro · Südost · €€€
Es Celler 9
Am weitgehend unverbauten Naturhafen von Portopetro liegt dieses ruhige Lokal mit beschatteter Terrasse und Blick aufs Wasser – genau der Locals-Charakter, der den Ort vom Massentourismus abhebt. Gehobene mallorquinische Klassiker wie Chateaubriand und Entenbrust in Rotweinreduktion treten an die Stelle austauschbarer Touristenkost. Ein romantischer Geheimtipp am Hafen, von lokalen Insidern empfohlen.
lucasfroeserealestate.com
Cala Ratjada · Ost · €€
Restaurante Ca'n Maya
Ein kleines Fischerlokal direkt am Hafen von Cala Ratjada, das überwiegend von Einheimischen und spanischsprachigen Gästen besucht wird – ein klassisches Locals-Signal. Den Fisch wählt man an der Auslage selbst aus, dann wird er fangfrisch zubereitet; das günstige Mittagsmenü rundet das ehrliche Preis-Leistungs-Verhältnis ab. Authentische Hafenküche statt Promenaden-Inszenierung.
marcopolo.de
s'Illot · Südost · €€€
Restaurante Marítimo
Direkt am Meer in S'Illot führt eine Familie ein qualitätsorientiertes Lokal mit bewusst kurzer Karte: frischer Fisch und hochwertiges argentinisches Rind, dazu ein ungestörter Mittelmeerblick. Die durchweg starken Bewertungen sprechen für Konzentration statt Massenabfertigung. Eine kleine, ernsthafte Adresse mit Wasserblick.
restaurante-maritimo.com
Geheimtipp
Manacor · Ost · €€
Übeck (GastroTaberna)
Das winzige Tresen-Konzept des Sterne-Kochs Javier Hoebeeck verbindet kreative Fusion mit asiatischen Akzenten zu erstaunlich fairen Preisen – ein klarer Insider-Tipp im Manacorer Stadtkern, den keine Touristen-Laufkundschaft findet. Gerichte wie die Hähnchen-Spinat-Erdnuss-Curry-Kroketten oder Pad Thai begründen eine bemerkenswerte Online-Reputation. Mut zur Modernität, ohne den Bezug zum lokalen Produkt zu verlieren.
eatdrinksleepmallorca.com
Calonge · Südost · €€
Tapas y más
Im ruhigen Dorf Calonge erwartet einen ein Weinkeller-Ambiente mit Kerzenlicht-Terrasse und über sechzig kunstvoll angerichteten Tapas – ein Kennertipp mit auffallend gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Das mehrgängige Tapas-Erlebnis wird mehrfach als feinste Auswahl der Insel beschrieben. Eher Insider-Adresse als Massenlokal.
tapas24.com
Ost- & Südostküste Mallorca41
Kulinarik · Fortsetzung
s'Horta · Südost · €€
Es Babot
Auf dem Dorfplatz von s'Horta, abseits jeder Touristenroute, verbindet das inhabergeführte Es Babot traditionelle lokale Gerichte mit kreativer Fusion – mehrfach ausdrücklich als 'hidden gem' beschrieben. Inhaber Marc ist persönlich präsent, die Produkte sind lokal und von Qualität. Ein echter Geheimtipp im Hinterland statt an der Küste.
tripadvisor.com
Cas Concos des Cavaller · Südost · €€€
Son Terrassa
Am Feldweg bei Cas Concos liegt das Restaurant des gleichnamigen Agroturismo: Vieles kommt direkt aus dem eigenen Garten, gegrillt wird über Holzkohle und im Holzofen, und von der Panoramaterrasse fällt der Blick auf den Sonnenuntergang. Holzkohle-Rinderfilet und Spanferkel Frito Mallorquín stehen für ein ruhiges Landgut-Erlebnis fern des Küstentrubels. Eine stille Entdeckung im sanften Hinterland.
restaurante.sonterrassa.com
Porreres · Südost · €€
Mesquida Mora
Auf Bàrbara Mesquida Moras biodynamischem Weingut wird die Verkostung zum Erlebnis: drei Weine, begleitet von hausgemachter Mallorca-Vesper aus Coca, Cocarroi, Empanada und Pa amb oli, an der Rebzeile oder in der restaurierten Mühle Es Molí de Son Porquer. Decanter würdigt das Demeter-zertifizierte Gut als Beispiel für Wein als Tourismus – gelegentlich mit Jazz und Mittagstafeln im Weinberg. Ein authentisches Insider-Erlebnis abseits der Verkostungs-Massen.
mesquidamora.com
Felanitx · Südost · €€€
Bodega Ànima Negra
Auf der possessió Son Bruguera, wo schon im 13. Jahrhundert Wein angebaut wurde, keltern die Felanitxer seit Mitte der 1990er ihren legendären Roten aus der autochthonen Callet-Traube. Ànima Negra gilt als Mallorcas Kult-Bodega – ein Pilgerort für Wein-Kenner, kein Schnellverkostungs-Lokal. Der AN/2 und der namensgebende Kult-Wein sind die Trophäen jedes ambitionierten Insel-Weinfreunds.
mallorca-today.de
Ost- & Südostküste Mallorca42
Wochenmärkte

Die Woche im Takt der Märkte

Eine kuratierte Reise durch die schönsten Wochenmärkte des Ostens und Südostens – von der Lederstadt Manacor bis zum Sonntagstrubel von Felanitx.

Im Osten und Südosten Mallorcas hat jeder Wochentag seinen eigenen Marktort. Wer hier lebt, kennt den Rhythmus aus dem Effeff: montags nach Manacor, dienstags hinauf nach Artà, mittwochs ins honigfarbene Santanyí.

Montag
Manacor
Lederwaren · Olivenholz · Manacor-Perlen · Textil · vormittags
Der mächtige Wochenauftakt des Ostens. Rund um die wuchtige Kirche Mare de Déu dels Dolors und über die Gassen bis zur Plaça Ramón Llull spannt sich ein weitläufiger Stadtmarkt. Zwischen Kleidung, Schuhen und Haushaltswaren findet man die Klassiker der Region: das berühmte Olivenholz, feine Lederwaren und die legendären Manacor-Perlen. Ein Markt für alle, die das ganze Spektrum des inseltypischen Kunsthandwerks an einem Vormittag erleben wollen.
Dienstag
Artà
Korbflechterei · Keramik · Erzeuger · Kunsthandwerk · vormittags
Ein Markt mit Seele und zugleich einer der schönsten der Insel. In den kopfsteingepflasterten Gassen unterhalb der Wallfahrtskirche und in der alten Markthalle mischen sich Obst, Käse und Eier mit handgemachter Keramik und der berühmten lokalen Flechtkunst aus getrockneten Palmblättern. Die Mischung aus Authentizität und kunsthandwerklichem Flair ist so reizvoll, dass Artà dienstags inzwischen von Besuchern geradezu überrannt wird – ein früher Start lohnt sich doppelt.
Dienstag
Porreres
Erzeuger · Obst & Gemüse · Oliven · Käse · Gebäck · vormittags
Der ruhige Gegenentwurf zum Trubel von Artà, tief im fruchtbaren Inselinneren. Rund um die Plaça de la Vila reihen sich dienstagvormittags die Stände der Bauern aus der Umgebung – Obst, Gemüse, Oliven, Inselkäse und traditionelles Gebäck. Wenig Tourismus, viel Dorfgemeinschaft: hier erlebt man den mallorquinischen Marktalltag in seiner ursprünglichsten Form.
Mittwoch & Samstag
Santanyí
Kunsthandwerk · Feinkost · Blumen · Mode · Flor de Sal · vormittags
Das Aushängeschild des Südostens und einer der meistbesuchten Märkte der Insel. Zweimal die Woche verwandeln über 150 Stände die honigfarbene Altstadt rund um die Plaça Major in ein mediterranes Schaufenster. Neben Obst, Käse und Wurst locken Blumen, Schmuck, Mode und das große Stoffangebot – dazu die Flor de Sal aus den nahen Salinen. Bei Residenten wie Tagesgästen gleichermaßen beliebt und entsprechend lebhaft.
Ost- & Südostküste Mallorca43
Wochenmärkte · Fortsetzung
Mittwoch
Capdepera
Erzeuger · Obst & Gemüse · Mode · Souvenirs · vormittags
Unterhalb der mittelalterlichen Burg breitet sich auf der Plaça de l'Orient ein ruhiger, ursprünglicher Markt aus. Bauern verkaufen Obst und Gemüse direkt vom Feld, dazu finden sich Wurstwaren, Kleidung, Schmuck und Souvenirs. Ein bodenständiger Wochentreff vor historischer Kulisse, der im Sommer dank der Nähe zur Küste spürbar belebter wird.
Mittwoch
Vilafranca de Bonany
Bauernmarkt · Melonen · Pflanzen · Keramik · vormittags
Der vielleicht ursprünglichste Erzeugermarkt der Region – im Melonendorf Mallorcas. Auf der Plaça de la Constitució bieten die Bauern Obst, Gemüse, Pflanzen und Blumen wie eh und je, allen voran die zuckersüßen Melonen, für die der Ort berühmt ist. Dazu lohnen sich die hochwertige bemalte Keramik und Stickereien. Wenig Tourismus, viel gelebte Tradition.
Donnerstag
Sant Llorenç des Cardassar
Feinkost · Obst & Gemüse · Wurst & Käse · Blumen · vormittags
Ein ehrlicher, kulinarisch geprägter Dorfmarkt mit langer Geschichte, der bis ins Mittelalter zurückreichen soll. Rund um die Kirche und die Carrer Major dominieren frisches Obst und Gemüse, Wurstwaren, Käse, Brot und Blumen. Zuletzt wurde der Markt zu einem gastronomischen und kulturellen Treffpunkt aufgewertet – ein angenehm ursprünglicher Halt abseits des Küstentrubels.
Donnerstag & Samstag
Campos
Agrarmarkt · Obst & Gemüse · Sobrassada · Käse · vormittags
Campos ist Ackerland – und das schmeckt man. Donnerstags ein ruhiger, familiärer Erzeugermarkt an der Plaça de sa Creu mit Obst, Gemüse, Sobrassada und Inselkäse direkt von den umliegenden Feldern. Samstags wird er deutlich größer und festlicher, zieht sich quer durch den Ort und gewinnt Kunsthandwerk und Mode hinzu – mit spürbar internationalem Publikum.
Freitag
Son Servera
Leder · Keramik · Textil · Frischware · vormittags
Der ganzjährige Wochenausklang für das Hinterland von Cala Millor. Vom Ortskern über die Plaça de Sant Joan bis zum alten Bahnhof reihen sich über 200 Stände: in den engen Straßen Textilien und Mode, auf dem Platz frisches Obst, Gemüse, Sobrassada, Käse und mallorquinisches Kunsthandwerk. Rund um den Platz laden Bars und Terrassen zum entspannten Verweilen ein.
Samstag
Cala Ratjada
Frischware · Mode · Leder · Schmuck · Souvenirs · vormittags
Auf der schattigen, von Pinien gesäumten Plaça dels Pins entfaltet sich der bunte, gut besuchte Samstagsmarkt des Ferienorts an der Inselspitze. Bauern verkaufen Obst und Gemüse direkt vom Feld, daneben locken frisch gebackene Churros, gewürztes Meersalz, Mode, Lederwaren, Schmuck und Souvenirs. Bei Urlaubern besonders beliebt – die lebhafte Wochenend-Variante zum Markt von Capdepera.
Ost- & Südostküste Mallorca44
Wochenmärkte · Fortsetzung
Sonntag
Felanitx
Erzeuger · Leder · Töpferei · Kapern · z. T. Tiere · vormittags
Der sonntägliche Höhepunkt und einer der traditionsreichsten Märkte des Südostens. Rund um die wuchtige Kirche Sant Miquel füllen sich Plätze und Gassen mit Erzeugerständen, Lederarbeiten und handgetöpferter Keramik, dazu die berühmten Kapern, die Einheimischen "grüne Perlen" der Region. Kaum touristisch geprägt – ein Markt, der noch echtes Landleben atmet. Tipp: Die Parkplätze füllen sich schnell, also vor 9 Uhr da sein.
Ost- & Südostküste Mallorca45
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Ost- & Südostküste Mallorca46
Geheimtipps

Was die Insel für sich behält

Sechs Orte und Augenblicke im Südosten, die man nicht bucht, sondern findet — wenn man früh genug aufsteht und langsam genug bleibt.

Die schönsten Adressen Mallorcas stehen in keinem Reiseführer mit Öffnungszeiten. Sie verlangen einen frühen Wecker, ein paar Kilometer zu Fuß und die Bereitschaft, einen Nachmittag an die Stille zu verlieren.

Santanyí — versteckte Bucht
Cala Màrmols
Cala Màrmols
Diese Bucht gibt es nicht umsonst: Vom Cap de ses Salines oder von s'Almunia aus läuft man rund anderthalb Stunden über karge Felspfade, teils ungesichert an der Steilküste, ohne Kiosk und ohne Schatten. Belohnt wird der Aufwand mit einem Wasser von fast unwirklichem Türkis über hellem Sand — und mit dem Privileg, eines der klarsten Stücke Mittelmeer beinahe für sich zu haben.
Santanyí — Morgenstunde
Es Caló des Moro im ersten Licht
Tagsüber ist die kleine Felsbucht längst kein Geheimnis mehr, sondern ein Wettlauf um Handtuchplätze. Wer sie wirklich erleben will, kommt vor acht Uhr, wenn das Licht noch flach über die Kalkwände fällt und der Parkplatz einen knappen Kilometer entfernt fast leer ist. Diese halbe Stunde Stille zwischen den Klippen ist die ganze Mühe des frühen Aufstehens wert.
Ost- & Südostküste Mallorca47
Geheimtipps · Fortsetzung
Campos / Ses Salines — Landschaft & Handwerk
Die Salinen von Es Trenc
Zwischen Campos und Ses Salines verdunstet seit den 1950er-Jahren Meerwasser in einem Schachbrett aus rosa und ockerfarbenen Becken. Nur bei großer Hitze, trockener Luft und wenig Wind bildet sich an der Oberfläche die hauchdünne Flor de Sal, die von Hand abgeschöpft werden muss — von tausenden Tonnen Salz im Jahr bleiben kaum hundert dieser feinsten Sorte. Am späten Nachmittag staksen Flamingos durch die Becken, während das Licht das Wasser in alle Töne zwischen Kupfer und Violett taucht.
Südspitze — Mirador ohne Kulisse
Sonnenuntergang am Cap de ses Salines
Sonnenuntergang am Cap de ses Salines
Am südlichsten Punkt der Insel steht ein schlichter weißer Leuchtturm, umgeben von knorrigen Pinien, niedrigen Trockenmauern und windgebeugtem Buschwerk — kein Café, keine Bar, kein Trubel. Hier sinkt die Sonne über offenes Meer, und selbst im Hochsommer teilt man den Moment mit erstaunlich wenigen. Wer absolute Weite sucht, fährt an die Klippen des Cap Blanc bei Llucmajor, eine der raren Stellen, an denen Mallorca den Sonnenuntergang frontal ins Wasser fallen lässt.
Hinterland — Saisonfenster
Mandelblüte im Februar
Für wenige Wochen, meist von Ende Januar bis Anfang Februar, überzieht sich das Inselinnere mit weiß-rosa Blüten — am dichtesten rund um Manacor und in den Mandelhainen des Südostens bei Santanyí. Wer den Rhythmus der Insel erleben will, plant den Besuch um das Mandelblütenfest in Son Servera am ersten Februarsonntag, wo sich alles um Baum, Frucht und ihre süßen Erzeugnisse dreht. Bei fünfzehn bis zwanzig Grad und klarer Luft ist das die heimliche Hochsaison der Kenner.
Ost- & Südostküste Mallorca48
Geheimtipps · Fortsetzung
Es Llombards, Calonge, s'Alqueria Blanca — Hinterland
Stille Dörfer der Migjorn-Region
Wenige Kilometer hinter den Buchten beginnt ein Mallorca, das sich um zwei Cafés, eine Bäckerei und eine Kirche dreht. Das knapp 560 Seelen zählende Es Llombards etwa ist von einer fast altmodischen Ruhe, in der das Dorfleben noch dem Tag und nicht der Saison folgt. Wer mittwochs oder samstags zum Wochenmarkt nach Santanyí fährt — über 150 Stände rund um die Plaça Major mit Käse, Oliven und der hellen Keramik der Region — versteht, wie der Süden tickt, wenn die Strände leer sind.
Ost- & Südostküste Mallorca49
Wohnen im Osten
„Erste Reihe heißt hier: der Blick gehört Ihnen allein.“
Markt & Werte

Investieren im Osten

Warum die Ost- und Südostküste für anspruchsvolle Käufer zur ruhigen, aber überzeugenden Alternative zum überhitzten Südwesten geworden ist.

Wer den mallorquinischen Markt liest, erkennt eine Verschiebung der Aufmerksamkeit. Der Südwesten um Andratx, Son Vida und Deià hat sich über Jahre als Inbegriff der gehobenen Lage etabliert und trägt heute die entsprechenden Quadratmeterpreise. Der Osten und Südosten – von Portocolom über Cala d'Or bis Santanyí und Ses Salines – bietet dagegen ein anderes Verhältnis von Preis und Wert. Vergleichbare Substanz, vergleichbare Nähe zum Wasser, oft mehr Land und Privatheit, zu Konditionen, die dem Käufer Spielraum lassen. Diese Relation ist es, die internationale Interessenten zunehmend in den Osten führt.

Den eigentlichen Kern bildet die Knappheit. Grundstücke in erster Meereslinie sind auf Mallorca durch Küstenschutz und Bebauungsgrenzen nicht vermehrbar – was steht, steht, und neu hinzu kommt kaum etwas. Im Südosten verschärft die kleinteilige, von Buchten und Felsküsten geprägte Topografie diese Verknappung zusätzlich. Wo das Angebot begrenzt und nicht reproduzierbar ist, behält die Lage ihren Wert unabhängig von kurzfristigen Marktstimmungen. Das gilt für die Frontlinie ebenso wie für die ruhigen Hügel im Hinterland mit Blick auf das Meer.

Getragen wird die Nachfrage von einer stabilen, überwiegend deutschsprachigen Klientel aus der Schweiz, Österreich und Deutschland – Käufer, die nicht spekulieren, sondern langfristig denken. Für sie ist Lebensqualität der eigentliche Werttreiber: das milde Klima auch außerhalb der Saison, die Authentizität der Dörfer, die kurze Distanz zu Palma und Flughafen bei zugleich spürbarer Abgeschiedenheit. Diese Qualitäten verlängern die Saison faktisch über das ganze Jahr und stützen damit sowohl den Eigenbedarf als auch die Vermietbarkeit. Wo Menschen nicht nur im August leben wollen, bleibt die Substanz gefragt.

Ost- & Südostküste Mallorca51
Markt & Werte · Fortsetzung

In der Wahl zwischen Bestand und Neubau zeigt sich der Charakter der Region. Sorgfältig sanierte Fincas mit eigenem Wasser, autarker Energie und großzügigem Land verbinden gewachsene Lage mit zeitgemäßem Komfort – ein Profil, das sich kaum neu schaffen lässt. Neubauten überzeugen dort, wo Architektur und Technik den heutigen Anspruch an Effizienz und Diskretion erfüllen. In beiden Fällen lohnt der Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere bei der touristischen Vermietung, deren Lizenzen an das Objekt gebunden und nicht beliebig zu erwerben sind. Wer hier mit Bedacht und guter Beratung agiert, erwirbt im Osten weniger ein Produkt als eine Position – und Positionen, die nicht vermehrbar sind, behaupten sich.

Wo das Angebot nicht vermehrbar ist, behält die Lage ihren Wert – unabhängig von der Stimmung des Marktes.

Ost- & Südostküste Mallorca52
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Ost- & Südostküste Mallorca53
EASTSIDE MALLORCA
Exklusivität ist nicht offen zugänglich. Man wird eingeladen.

East-Side-Mallorca ist die Immobilienmarke der Tier-1-capital GmbH (EFFEKT-Unternehmensgruppe) für Anwesen im Osten und Südosten Mallorcas und an der Costa Blanca. Wir entwickeln, kuratieren und vermitteln Objekte, die wie diese Küste sind: zurückhaltend, beständig, echt.

Unsere Projekte verbinden mediterrane Architektur mit kompromissloser Bauqualität und einer Lage, die man nicht erweitern kann — erste Meereslinie, Natursteinmauern, Horizont. Diskretion ist selbstverständlich, der Preis auf Anfrage.

Ost- & Südostküste Mallorca54
Erleben & Kontakt

Sehen, was Worte nicht zeigen.

Jedes Objekt hat eine eigene, immersive Erlebnisseite — Code scannen und eintauchen.
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Ost- & Südostküste Mallorca55
Bucht der Ostküste
Der Osten ist der neue Westen.
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